| Quelle:
http://www.ard.de/radio/pop-szene/nine-inch-nails/-/id=7946/nid=7946/did=300730/1g9e0tf/
Zum 40.
Geburtstag von Trent Reznor
Wieder
auferstanden: Nine Inch Nails
Er gilt als Schöpfer des Industrial Rock und zählt zu den größten
Musikidolen des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist Trent Reznor alias Nine Inch Nails
mit neuem Album zurück. Am 17. Mai feierte er seinen 40. Geburtstag.
"I'm jesus christ on
ecstacy", singt Trent Reznor provokativ in seinem Song "Suck". In den 90ern wurde der
"Schmerzensmann" und Gründer des Industrial Noise Projekt Nine Inch
Nails (NIN) zum Idol einer ganzen Generation rebellierender Jugendlicher. Einer
der großen Stars der Rockgeschichte, direkt nach Kurt Cobain. Von seiner
jahrelangen Drogensucht erzählen viele seiner Songs, allen voran das Lied
"Hurt", das Johnny Cash so hinreißend coverte, dass viele dachten, es
sei von ihm. Doch anders als Kurt Cobain, der 1994 den Freitod wählte, war der
heute "cleane" Reznor "in letzter Konsequenz immer zu feige für
einen Selbstmord", so der Star in einem Interview mit dem Magazin
"Focus".
Am
17. Mai 1965 wird Reznor in Mercer (Pennsylvania) geboren. Mit 23 schmeißt er
das College und besorgt sich - fest entschlossen, sich nur noch der Musik zu
widmen - einen Job in einem Aufnahmestudio, wo er die Toiletten schrubbt. Hier
hat er Gelegenheit, erste Demotapes aufzunehmen. 1988 gründet der
Multiinstrumentalist die Nine Inch Nails, eine Band, der nur er selbst fest
angehört. Für jeden Auftritt trommelt er andere Musiker zusammen. Das 1989
veröffentlichte Debütalbum "Pretty Hate Machine" steht für den Beginn
des Industrial Rock, den Reznor ins Leben ruft, während Kurt Cobain in Seattle
den Grunge erfindet. Das Album hält sich zwei Jahre lang in den amerikanischen
Charts. Es folgt der Platinerfolg "Downward Spiral" (1994) und das
Album "The Fragile" (1999). 1996 produziert Reznor die Erfolgsplatte
"Antichrist Superstar" von Marilyn Manson, dem er heute vorwirft, er
hätte ihn "bis ins kleinste Detail" kopiert (Musikexpress).
"Nine
Inch Nails können genau das sein, was ich entscheide, es gibt kein Buch mit
Vorschriften", sagt Trent Reznor im Interview mit "Sputnik". Was
er diesmal für sein neues Album "With Teeth" entschieden hat, klingt
ungewohnt poppig und eingängig, aber auch rauh und ungehobelt. Anders als die
Vorgängeralben, die zum großen Teil am Computer entstanden. Von diesem
"leblosen, radiokompatiblen" Klang hat sich Reznor längst
verabschiedet. "Früher fürchtete ich mich regelrecht davor, mich mit
meiner Musik nicht hinter der Perfektion verschanzen zu können. Jetzt denke
ich, dass sie das gar nicht braucht", so Reznor im
"Musikexpress". Für das britische Rock-Magazin "Kerrang!"
ist "With Teeth" schon jetzt eines der wichtigsten Alben des Jahres.
Im Juni können sich die NIN-Fans selbst überzeugen. Dann stellt Reznor die
Platte mit seiner aktuellen Formation in Deutschland vor.
Kein
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