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Jahr 2005

 

 

 

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Zum 40. Geburtstag von Trent Reznor

Wieder auferstanden: Nine Inch Nails

Autor nicht angegeben

Quelle: http://www.ard.de/radio/pop-szene/nine-inch-nails/-/id=7946/nid=7946/did=300730/1g9e0tf/

Zum 40. Geburtstag von Trent Reznor

Wieder auferstanden: Nine Inch Nails

Er gilt als Schöpfer des Industrial Rock und zählt zu den größten Musikidolen des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist Trent Reznor alias Nine Inch Nails mit neuem Album zurück. Am 17. Mai feierte er seinen 40. Geburtstag.

"I'm jesus christ on ecstacy", singt Trent Reznor provokativ in seinem Song "Suck". In den 90ern wurde der "Schmerzensmann" und Gründer des Industrial Noise Projekt Nine Inch Nails (NIN) zum Idol einer ganzen Generation rebellierender Jugendlicher. Einer der großen Stars der Rockgeschichte, direkt nach Kurt Cobain. Von seiner jahrelangen Drogensucht erzählen viele seiner Songs, allen voran das Lied "Hurt", das Johnny Cash so hinreißend coverte, dass viele dachten, es sei von ihm. Doch anders als Kurt Cobain, der 1994 den Freitod wählte, war der heute "cleane" Reznor "in letzter Konsequenz immer zu feige für einen Selbstmord", so der Star in einem Interview mit dem Magazin "Focus".

Am 17. Mai 1965 wird Reznor in Mercer (Pennsylvania) geboren. Mit 23 schmeißt er das College und besorgt sich - fest entschlossen, sich nur noch der Musik zu widmen - einen Job in einem Aufnahmestudio, wo er die Toiletten schrubbt. Hier hat er Gelegenheit, erste Demotapes aufzunehmen. 1988 gründet der Multiinstrumentalist die Nine Inch Nails, eine Band, der nur er selbst fest angehört. Für jeden Auftritt trommelt er andere Musiker zusammen. Das 1989 veröffentlichte Debütalbum "Pretty Hate Machine" steht für den Beginn des Industrial Rock, den Reznor ins Leben ruft, während Kurt Cobain in Seattle den Grunge erfindet. Das Album hält sich zwei Jahre lang in den amerikanischen Charts. Es folgt der Platinerfolg "Downward Spiral" (1994) und das Album "The Fragile" (1999). 1996 produziert Reznor die Erfolgsplatte "Antichrist Superstar" von Marilyn Manson, dem er heute vorwirft, er hätte ihn "bis ins kleinste Detail" kopiert (Musikexpress).

"Nine Inch Nails können genau das sein, was ich entscheide, es gibt kein Buch mit Vorschriften", sagt Trent Reznor im Interview mit "Sputnik". Was er diesmal für sein neues Album "With Teeth" entschieden hat, klingt ungewohnt poppig und eingängig, aber auch rauh und ungehobelt. Anders als die Vorgängeralben, die zum großen Teil am Computer entstanden. Von diesem "leblosen, radiokompatiblen" Klang hat sich Reznor längst verabschiedet. "Früher fürchtete ich mich regelrecht davor, mich mit meiner Musik nicht hinter der Perfektion verschanzen zu können. Jetzt denke ich, dass sie das gar nicht braucht", so Reznor im "Musikexpress". Für das britische Rock-Magazin "Kerrang!" ist "With Teeth" schon jetzt eines der wichtigsten Alben des Jahres. Im Juni können sich die NIN-Fans selbst überzeugen. Dann stellt Reznor die Platte mit seiner aktuellen Formation in Deutschland vor.

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