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Jahr 2007

 

 

Rock Hard

 

November 2007

 

News:

Nine Inch Nails: Trent Reznor droht mit Mord

 

 Text: Michael Rensen und Conny Schiffbauer

 

 

 

Bei Trent Reznors NINE INCH NAILS rappelt‘s momentan ordentlich im Karton: Die komplette Live-Besetzung muss über die Klinge springen, und einem deutschen Festivalveranstalter drohte Reznor mit umgehender Exekutierung.

Beim Rock-am-See-Festival in Konstanz weigerten sich die NINE INCH NAILS anfangs, auf die Bühne zu gehen, weil ihnen angeblich nach einem wetterbedingten Stromausfall zu wenig Saft zur Verfügung stünde, um ihre komplette Multimedia-Show auffahren zu können. Die Organisatoren dementierten dies zwar umgehend (»es war genau so viel Strom vorhanden wie zuvor angefordert wurde«), aber Reznor blieb stur und ließ sich erst erweichen, als die Veranstalter ihm ein Schmerzensgeld von 30.000 Dollar anboten. Da der Bandboss allerdings während des Auftritts Morddrohungen an die Rock-am-See-Crew ins Mikro knurrte, weigerte sich das Orga-Team, die Abmachung einzuhalten. Nun wird der Streit möglicherweise vor Gericht weitergeführt.

Zwei Tage später verriet dann im Rahmen des letzten Deutschland-Konzerts der NIN-Europatournee in München ein deutlich entspannterer Reznor seine Pläne für die nächsten Monate. Eine Live-DVD von der Tournee soll es zwar nicht geben, dafür arbeitet der 42-Jährige aber momentan mit mehreren Fernsehproduzenten an einer TV-Serie, die sich um die Thematik des letzten Albums „Year Zero“ drehen soll und zu der Trent den Soundtrack beisteuern wird. Auch ans Songwriting für die nächste NIN-Platte will sich Reznor in der dunklen Jahreszeit setzen. Der NIN-Kopf plant in diesem Zuge die komplette Erneuerung seiner Live-Band. Die alte Besetzung muss gehen, um neuen Performance-Ideen zu weichen: »Ich habe das Gefühl, dass das aktuelle Line-up einfach ausgereizt ist. Ich spüre keine Herausforderung und Anspannung mehr. Ich plane, beim nächsten Album mit innovativen Live-Darstellungsformen zu arbeiten.«

Bereits beim Konzert im Münchner Zirkus Krone ließ sich erahnen, in welche Richtung Reznors Ideen gehen könnten: In der Mitte des 100-minütigen Sets fuhr von der Decke eine aus Drähten bestehende Projektionswand herab, auf der surreale Störbilder zu sehen waren und vor der das Trio Trent Reznor, Alessandro Cortini und Aaron North im DJ-Stil minutenlang ausschließlich Synthesizer bediente.

MICHAEL RENSEN/CONNY SCHIFFBAUER

 

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