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Metal Hammer

 

November 2007

 

Nine Inch Nails

München, Circus Krone, 03.09.07

 

 

Autor: Anke Fischer

 

 

Nine Inch Nails + Alec Empire

München, Circus Krone

 

Nine Inch Nails laden zu einem Konzert der besonderen Art: Nach der Tour im Frühjahr gibt es heute eine Einzel-Show im legendären Circus Krone. Hier gaben sich in der Vergangenheit bereits Größen wie AC/DC oder die Rolling Stones die Klinke in die Hand. Aber der Reihe nach: Die Berliner Elektro-Rocker Alec Empire bitten zum Auftakt und schlagen sich gut. Zu Songs wie ‘Addicted To You‘ wird im Industrial-Publikum bereits das eine oder andere Tanzbein geschwungen.

 

Kurze Umbauphase, und weiter geht es mit Nine Inch Nails, die nicht lange auf sich warten lassen: Der Auftritt startet mit dem ‘Hyperpower und massiver Licht-Show in den Band-Farben Pink, Lila und Rot. Dieses Mal ist man mit einem besseren Sound gesegnet als vor ein paar Monaten im Münchner Zenith: Ohne große Schnörkel wird zum ersten Song ‘The Beginning Of the End‘ übergegangen. Schlagzeuger Josh Freese wirkt wie der zweite Dreh- und Angelpunkt der Band neben Trent Reznor: Er drischt auf sein Schlagzeug ein, als gäbe kein Morgen und peitscht damit die Gitarristen regelrecht ein.

 

Spätestens ‘March Of The Pigs‘ vertreibt dann auch noch die letzte Montagsmüdigkeit. Wer von den Rang-Besuchern jetzt noch sitzt, hat verloren! So sieht das auch Gitarrist Aaron North und wagt einen beherzten Sprung von der Bühne in die Menge. Der erste Teil des Sets endet nach zehn Songs mit ‘Gave Up‘.

 

Für den Mittelteil wird eine LED-Wand herunter gelassen, vor der sich zunächst Keyboarder Alessandro Cortini, Trent Reznor und Aaron North aufbauen. Eingerahmt von abwechselnd grünen, rosa oder lila Lichteffekten werden Songs wie ‘Me, Im Not‘, ‘Eraser‘ und ‘Only‘ erst zu dritt vor, später mit kompletter Besetzung hinter der Wand gebrettert. Gitarrist Aaron versucht sich während des obligatorischen Abschluss-Songs ‘Head Like A Hole‘ als Gitarrenzerstörer - klappt nicht so recht: Die Gitarre bleibt heil.

 

Dennoch sind nach über zwei Stunden Spielzeit keine Wünsche mehr offen. Anzumerken ist höchstens, dass der Hit ‘Hurt‘ nicht gespielt wurde. Trotzdem: Herrlich war es – bitte mehr davon!

 

Anke Fischer

 

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